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Tuendum

5 Mai 2025 , Rédigé par Madeleine Staeheli Toualbia Publié dans #clip hébdomaire

Der amerikanische Präsident, Donald Trump, strebt eine stärkere Kontrolle der US-Zentralbank Federal Reserve an. Seit Tagen wird in den Medien portiert, er setze deren langjährigen Chef, Jerome Powell, unter Druck. Bei der Zentralbank lagert beispielsweise der grösste Anteil der Staatsanleihen zur Staatsverschuldung (rund 35 Prozent aller US-Staatsanleihen). Die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten steigt, ebenso wie die negative Handelsbilanz (zu deren positiven Entwicklung hauptsächlich der Dienstleistungssektor beitragen kann), seit Jahren an (zurzeit 122 % des Bruttoinlandproduktes BIP). Die Staatsverschuldung führt zu steigenden Zinsen. Diese sollen sich seit Beginn der Corona-Pandemie verdoppelt haben. Die im Januar abgetretene Finanzministerin und Oekonomin, Janet Yellen, hatte zudem bereits vor einigen Jahren in Abständen vor einem Zusammenbruch des US-Finanzmarktes gewarnt, sollten die Schulden nicht mehr bedient werden können. Unter anderm das Parlament sprach jedoch jeweils neue Kredite. Ein Grundproblem, der Investitionsstau beziehungsweise noch nicht erfolgte Erträge aus getätigten Investitionen, führen zudem auch bei US-Unternehmen dazu, dass zum Schuldenabbau nicht die Erträge eingesetzt werden können sondern neue Kredite aufgenommen werden oder werden müssen, während den Kreditinstituten dadurch Verluste drohen. 

Das BIP soll jedoch bis 2029 stark ansteigen, die USA wollen die grösste Volkswirtschaft der Welt bleiben. Die Frage muss erlaubt sein, worauf  die Berechnung des BIP basiert, da der Index lediglich den Gesamtwert der Waren und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft abbildet und somit nur indirekt etwas über die schwindelerregenden Kreditvergaben aussagt, solange der Wirtschaftsmotor brummt.

Die Frage soll zudem möglich sein, ob die USA mit dem angekündigten Wiederaufbau des Gaza-Streifens und entsprechenden Grossinvestitionen eine teilweise Sanierung ihrer Volkswirtschaft anstreben beziehungsweise schlicht die Gelegenheit nutzen, die sich bietet.

Die Auslandsinvestitionen, für die die USA beliebt sind, fliessen weiterhin. So kündigte der Pharmakonzern Roche für die nächsten 5 Jahre eine Investition von 50 Milliarden Dollar an (www.handelsblatt.com, "Roche will 50 Milliarden Dollar in den USA investieren", 2025/4/22).  Zudem soll der saudische Kronprinz Mohamed bin Salman gigantische Investitionen in den USA planen (www.focus.de, "Saudi-Arabien plant gigantische Investitionen in den USA", 2025/1/23). 600 Milliarden Dollar sollen in den nächsten vier Jahren eingesetzt werden. Dies entspreche nach einer Berechnung des Wirtschaftsdienstes "Bloomberg" 55 % des saudischen BIP. Erträge braucht das Land, das weiss auch der Vorsitzende des Federal Reserve, Jerome Powell. Die wirtschaftliche Führung der USA kann sich denn auch nicht allein in den Händen des Präsidenten konzentrieren, auch nicht, wenn er, wie von seiner Sprecherin, Caroline Leavitt bezeichnet, als "Businessman in Chief" gewählt wurde. 

Quelle: statista ("Daten und Fakten zur US-Wirtschaft")

Last update: 12:57

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