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Das Problem erkannt

6 Février 2025 , Rédigé par Madeleine Staeheli Toualbia

Würde man denken, in einer Welt, in der jede Frau Karriere machen kann, dass man zum Thema Gleichberechtigung der Geschlechter in gewisser Weise noch immer oder wieder bei der Stunde Null der Emanzipierungsbewegung ansetzen muss? Die Gender-Diskussion,  die seit einigen Jahren wieder verstärkt zum Thema Gleichberechtigung geführt wird, was sich unter anderm in der zunehmend gesellschaftlichen Akzeptanz eines dritten und damit undefinierten Geschlechts (divers) zeigt (bei körperlich vollständiger und eindeutiger geschlechtlicher Ausbildung), hat auch zur Folge, dass Frauen erklären, wegen ihres Geschlechts diskriminiert worden zu sein und Klage einreichen. Die Zeitung "Business Insider" berichtet heute (6. Februar 2025), dass eine ehemalige Direktorin des US-Internetkonzerns Meta, Kelly Stonelake, den Konzern wegen Diskriminierung von Frauen verklagt. Der Grund: Es gebe ein "toxisches Muster", "Frauen zum Schweigen zu bringen, die Probleme erkennen". Das Thema ist in der Geschichte nicht neu: Frauen, die eher männliche Attribute wie eigenständiges Denken und die damit verbundene Intelligenz zeigen, sich also eigenständig definieren und aus männlich (und teilweise weiblich) dominierten Strukturen lösen, werden gemassregelt. Letztlich entscheidet dabei, wer Männlichkeit und Weiblichkeit und damit die gesellschaftliche Position der Geschlechter und ebenso persönliche Beziehungen definieren kann. Daher wird von Interesse sein, ob die Anklagepunkte überzeugend genug sind und ob die Gerichte daraus einen modernen Hexenprozess machen werden oder ob sie sich an die historisch gewachsene Linie der Rechtssprechung zu Gleichberechtigung halten. Letzteres wäre Status quo.

 

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